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Schulische Ausbildung

Mit der schulischen Ausbildung kommen Betriebe eher selten in Berührung. Diese Ausbildungsart beinhaltet die theoretische und praktische Ausbildung an einer staatlichen oder privaten Berufsfachschule, Fachschule oder Fachakademie.  

Schulisch ausgebildet werden zum Beispiel eine Reihe medizinischer und sozialpädagogischer Berufe, unter anderem Gesundheits- und Krankenpfleger/in, Physiotherapeut/in und Erzieher/in. Eine andere Gruppe von Berufen, die ausschließlich an Schulen erlernt werden, sind Sekretariats- und Fremdsprachenberufe wie zum Beispiel Fremdsprachenkorrespondent/in. Und schließlich können auch die Technischen-Assistentenberufe nur an Berufsfachschulen erlernt werden, zum Beispiel Medizinisch-Technische/r Assistent/in und Pharmazeutisch-technische/r Assistent/in.

Möchten Betriebe frühzeitig Nachwuchs eines Berufsfachschul-Berufes an ihr Unternehmen heranführen und binden, so bieten sich Praktika an. In den meisten schulischen Ausbildungsgängen sind Praktika obligatorisch vorgeschrieben, manche Schulen verlangen auch Vorpraktika von Ausbildungsbewerbern. Teilweise können die örtlichen Agenturen für Arbeit helfen, Praktikanten zu finden.

Eine weitere Möglichkeit, Kontakte zu Ausbildern und Schülern der jeweiligen Berufe zu bekommen, sind Einladungen zu Exkursionen. Manche Schulen bieten ihren Schülern solche Besuche in Unternehmen an, um Eindrücke vom Berufsalltag in verschiedenen Umgebungen zu vermitteln.

So genannte „Berufsausbildungen in außerbetrieblichen Einrichtungen“ (BaE) sind keine schulischen Ausbildungen im eigentlichen Sinn, sondern ergänzen das Angebot an betrieblichen Ausbildungsplätzen. Sie werden im Auftrag der Arbeitsagenturen bei Bildungsträgern durchgeführt, die hier die Rolle der Unternehmen übernehmen. Die Arbeitsagenturen zahlen die anfallenden Ausbildungskosten für benachteiligte Jugendliche, die auf dem freien Ausbildungsstellenmarkt keine Chance haben und bestimmte Voraussetzungen erfüllen müssen.

Die Jugendlichen erlernen die Berufspraxis also nicht im echten Betriebsalltag, sondern in Lehrwerkstätten, -büros oder -küchen der Bildungsträger. Um wenigstens einen Teil der Praxis unter realen Arbeitsbedingungen zu trainieren, sind für diese Ausbildungen Praktika vorgesehen. Auf diese Weise können Unternehmen Kontakte zum Berufsnachwuchs knüpfen und aus dem Absolventenpool Fachkräfte gewinnen. Besonders interessant ist dies für Unternehmen, die gar nicht oder nicht in allen benötigten Berufen ausbilden oder, über die Zahl der Selbstausgebildeten hinaus, zusätzlichen  Fachkräftebedarf haben.