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Soldaten auf Zeit: Einstieg in das zivile Berufsleben

Das Ende Ihrer Laufbahn als Soldatin oder Soldat auf Zeit bedeutet eine große Umstellung. Doch Ihren Einstieg ins zivile Berufsleben können Sie gut vorbereiten.

Damit Sie den Übergang zum zivilen Berufsleben gut meistern, benötigen Sie fachliche Nähe: Sie sollten „Ihre“ Branche und Ihr Tempo kennen, etwa hinsichtlich Innovationen und technischer Fortschritte. Wer weiß, dass er in den einst erlernten Beruf wieder einsteigen möchte, sollte sein Wissen während der Dienstzeit über spezifische Schulungen und Kurse auffrischen. Dabei hilft der BFD.

Zugangsmöglichkeiten zum zivilen Arbeitsmarkt

Oft wird eine direkte Bewerbung bei einem Unternehmen erfolgversprechender, wenn man noch vor Dienstzeitende eine Weiterbildung, eine Anpassungsqualifizierung oder eine Umschulung vornimmt. Gerade wenn Sie viele Jahre bei der Bundeswehr waren und planen, in fortschrittsintensiven Branchen einzusteigen, wird es so möglich, sich fachlich besser zu positionieren und noch mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben. Das betrifft etwa die Branchen IT, Maschinenbau und Elektrotechnik. Aber auch in vielen Verwaltungsberufen lohnen sich spezifische Weiterqualifizierungen. Wer nach der Bundeswehr beispielsweise in die verwaltungsbezogene Personalarbeit einsteigen möchte, kann gezielte Schulungsmaßnahmen wahrnehmen, um fehlende Personalfachkenntnisse zu erwerben – ein Schritt, der das Fachprofil bei der Bewerbung interessanter macht.

Auch mehrwöchige Praktika können Türöffner für den zivilen Berufseinstieg sein: Das gilt für alle Branchen. Über ein gezieltes mehrwöchiges Praktikum vor Dienstzeitende, für das Sie freigestellt werden, können Sie praxisnah feststellen, wie Sie einsetzbar sind und wo mögliche Kenntnisse aufgefrischt werden sollten.

Grundsätzlich gilt: Sie sollten die Anforderungen Ihrer jeweiligen Wunschbranche stets vor Augen haben. Als Meister/in und Facharbeiter/in verschiedener Handwerkszweige benötigen Sie heute mehr denn je Querschnittswissen zu Branchen, die in Ihre eigene hineinspielen. Auch als Ingenieur/in, Techniker/in und Facharbeiter/in in den Bereichen Metall und Maschinenbau sind Sie durch die sich kontinuierlich weiterentwickelnden Technologien in der Pflicht: Die Anforderungen steigen, immer häufiger sind spezifische EDV-Kenntnisse gefragt. Auch das lässt sich durch Weiterbildung abfangen.

Alternative: Ausland

Daneben gibt es noch einen weiteren Weg für die Rückkehr auf den zivilen Arbeitsmarkt: die Arbeitsmärkte außerhalb Deutschlands. Wer bereit ist, im Ausland zu arbeiten, hat oft noch mehr Chancen, direkt einen Arbeitsplatz zu finden, und erwirbt dadurch interkulturelle Kompetenz. Falls das eine denkbare Alternative für Sie wäre, sollten Sie dies frühzeitig mit Ihrem BFD-Berater besprechen. Oder Sie wenden sich an die Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit. Sie berät, vermittelt Stellen im Ausland und stellt Kontakte her. Informieren Sie sich aber auch selbst, etwa durch europaweite Stellenbörsen.