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eM@w - Elektronische Maßnahmeabwicklung

Die elektronische Maßnahmeabwicklung hat das Ziel, einen bundesweit einheitlichen und standardisierten Arbeits- und Prozessabläufen zu gewährleisten und so einen effizienten und transparenten Produkteinsatz zu realisieren.

Aufgrund der Entwicklungsinitiative „Neue Förderstruktur für Jugendliche mit besonderem Förderbedarf“ und dem Programm „Berufliche Qualifizierung für Jugendliche mit besonderem Förderbedarf (BQF)“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) wurde der Bundesagentur für Arbeit (BA) der Einsatz einer teilnehmerbezogenen Standard-Software für die Planung, Organisation, Administration, Verwaltung, Dokumentation und Auswertung von Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen (BvB) empfohlen.

Die BA hat daraufhin ein neues Kommunikationskonzept zur „elektronischen Maßnahmeabwicklung – eM@w“ zwischen den Agenturen für Arbeit und den beauftragten Bildungsträgern entwickelt.

Die elektronische Maßnahmeabwicklung wurde im September 2007 für alle Bildungsträger, die mit der Durchführung von BvB beauftragt wurden, verpflichtend eingeführt. Darüber hinaus beabsichtigt die BA sukzessive weitere ausgewählte Arbeitsmarktdienstleistungen durch eM@w zu unterstützen.

Zielsetzung

Die elektronische Maßnahmeabwicklung hat das Ziel, einen bundesweit einheitlichen und standardisierten Arbeits- und Prozessabläufen zu gewährleisten und so einen effizienten und transparenten Produkteinsatz zu realisieren.
Dabei sollen insbesondere die Arbeits- und Kommunikationsabläufe innerhalb der Agenturen für Arbeit und zwischen den Bildungsträgern und den Agenturen für Arbeit zeitlich verkürzt, bundesweit einheitlich strukturiert und nach folgenden Kategorien definiert werden:

  • Maßnahmezuweisung/ -eintritt,
  • Maßnahmeverlauf,
  • Maßnahmeaustritt,
  • Erfolgs- und Verlaufsbeobachtung

Darüber wird durch eM@w eine verbesserte Anwendung der bundesweit einheitlichen Regelungen bezüglich des Datenschutzes, der Datensicherheit sowie der Barrierefreiheit erreicht.

Bei den internen standardisierten Arbeits- und Kommunikationsabläufen in den Agenturen für Arbeit werden die ausgetauschten Informationen zu einer besseren Datenqualität führen und eine effizientere Weiterverarbeitung in den operativen IT- Verfahren der BA ermöglichen. Dies führt zu einer Optimierung in den folgenden Bereichen der Agenturen für Arbeit:

  • Bedarfsanalyse/Einkauf von Arbeitsmarktdienstleistungen
  • Maßnahme-/Teilnehmerkapazitätsmanagement
  • Maßnahmecontrolling.

Auf der Seite der Bildungsträger wird über eM@w eine bessere Weiterverarbeitung von elektronisch übermittelten teilnehmer- und maßnahmebezogen Daten und die Verbesserung der Datenqualität erreicht. Die Prozessoptimierung, einschließlich des beschleunigten Datenaustausches, kommt gleichermaßen den beauftragten Bildungsträgern zugute.

Umsetzung der Konzeption

Um eine zielgerichtete Standardisierung zur (fast) papierlosen Kommunikation zwischen den Agenturen für Arbeit und den Bildungsträgern zu erreichen, wurden einheitliche Begrifflichkeiten, zentrale Dokumentenvorlagen sowie fest definierte Ereignisstruktur mit standardisierten Informationsinhalten zum Datenaustausch erarbeitet. Zu übertragende Daten, Anlässe, Zeitpunkte, die Übertragungsrichtung sowie die Absender- und Empfänger- Kennung sind detailliert vorgegeben.

Die (fast) gesamte Kommunikation zwischen den beteiligten Partnern erfolgt digital über eine XML-Schnittstelle zwischen den Server der BA und einem Internet- Server des jeweiligen Bildungsträger.

Beschreibung der XML- Schnittstelle

Die im Rahmen von eM@w programmierte XML-Schnittstelle, die seitens des beauftragten Bildungsträgers bedient werden muss, wird durch die nachfolgenden Infopakete einschließlich deren Anlagen detailliert beschrieben:

  • Infopaket zur fachlichen Nutzung der elektronischen Maßnahmeabwicklung (eM@w)
  • Infopaket zur technischen Nutzung der elektronischen Maßnahmeabwicklung (eM@w).

Server- und Softwarelösungen

Es steht den beauftragten Bildungsträgern frei, die bereits verwendeten Server- und Softwarelösungen so weiterzuentwickeln, dass der Datenaustausch über die bereitgestellte XML- Schnittstelle der BA realisiert werden kann.

Ungeachtet dessen kann sich der beauftragte Bildungsträger auch eines externen Providers und dessen Server- und Softwarelösung bedienen.