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HEGA 12/11 - 05 - Netzwerkarbeit am Übergang Schule – Beruf: Arbeitshilfe

SP III 21 – 6200 / 6700 / 5390.4 / 2661.1 / II-1203.5 / II-1209

20.12.2011
30.11.2016
Information
Weisung

Bezug: HEGA 09/2009 - 01 - Berufsorientierung in der Bundesagentur für Arbeit für den Bereich der Sekundarstufe I und II: Grundsätze und fachliche Grundlagen

Zusammenfassung

Am Übergang Schule – Beruf hat das Arbeiten in Netzwerken nicht zuletzt aufgrund einer Vielfalt von Akteuren erheblich an Bedeutung gewonnen. Die Arbeitshilfe „Netzwerkarbeit am Übergang Schule – Beruf“ für Führungs- und Fachkräfte skizziert Rahmenbedingungen und Erfolgskriterien und stellt AA und RD einen Leitfaden zur Reflexion der Netzwerkarbeit zur Verfügung.


1. Ausgangssituation

Zahlreiche Akteure engagieren sich am Übergang Schule – Beruf, um Jugendliche und Betriebe „zusammenzubringen“ und schwächeren Jugendlichen einen bestmöglichen Einstieg in das Berufsleben zu ermöglichen. Um die Kompetenzen aller Partner umfassend und zugleich effizient einzubringen, ist ein Agieren in Netzwerken notwendig. Bereits mit HEGA 09/09 – 01 hat sich die BA der Aufgabe gestellt, unterschiedliche Akteure und deren Maßnahmen zu koordinieren sowie die Schule bei der Erstellung eines spezifischen BO-Konzepts zu beraten. Die Rolle eines gestaltenden Akteurs am Übergang Schule – Beruf auszufüllen, ist herausfordernd und kann regional sehr unterschiedliche Anforderungen stellen.

2. Auftrag und Absicht der übergeordneten Führungsebene

Der zukünftige Arbeitsmarkt wird mehr denn je von einem komplexen Zusammenspiel vieler Akteure gekennzeichnet sein. Der gezielte Aufbau von Netzwerkkompetenz und die Reflexion der eigenen Rolle in verschiedenen Arten von Netzwerken sind daher für ein zukunftsfähiges und effektives Agieren am Übergang Schule – Beruf unerlässlich.

3. Eigene Entscheidung und Absicht

Der erfolgreiche Berufseinstieg unserer Kunden ist geschäftspolitische Zielsetzung der BA. Am Übergang Schule – Beruf muss deshalb in allen Dienststellen Netzwerkkompetenz aufgebaut bzw. weiter entwickelt werden. Zur Unterstützung von Fach- und Führungskräften wurde daher eine Arbeitshilfe zu „Netzwerkarbeit am Übergang Schule – Beruf “ entwickelt. Sie skizziert die Rahmenbedingungen am Ausbildungsmarkt und die Geschäftspolitik der BA und bietet mit einem Leitfaden eine Reflexionshilfe für die AA an.

Der Leitfaden stellt den Kern der Arbeitshilfe dar und unterstützt dabei, lokale und überregionale Netzwerke zu analysieren, die eigene Positionierung zu reflektieren, Handlungsbedarfe zu erkennen und Veränderungen einzuleiten. Er wurde unter Beteiligung von Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen AA erarbeitet.

Die Arbeitshilfe „Netzwerkarbeit am Übergang Schule – Beruf “ wird in der jeweils aktuellen Fassung unter folgendem Link bereitgestellt: Beratung > Berufsorientierung (BO) > BO für Schüler, Eltern, Lehrer > Netzwerkarbeit.

4. Einzelaufträge


Die Regionaldirektionen

  • begleiten und unterstützen die AA bei der Nutzung von Arbeitshilfe und Leitfaden (beispielsweise in moderiertem Rahmen)
  • verschaffen sich so einen Überblick über die auf AA-Ebene vorhandenen Netzwerkkompetenzen und die Reflexion der Netzwerkarbeit und halten ggfs. die Umsetzung identifizierter Handlungsfelder nach
  • klären, ob auf regionaler Ebene eine spezifische Strategie bzw. besondere Schwerpunkte notwendig sind, und setzen diese ggfs. um
  • unterstützen die AA bei der Umsetzung der individuellen Maßnahmen zur Absicherung der Kompetenzen von Fach- und Führungskräften
  • nutzen die Arbeitshilfe für die eigene Netzwerkarbeit z. B. auf Landesebene
  • stellen Transparenz über die eigene Netzwerkarbeit her und verständigen sich auf eine abgestimmte Vorgehensweise bei überregionalen Themenstellungen im RD-Bezirk.

Die Agenturen für Arbeit

  • nutzen die Arbeitshilfe beispielsweise in moderiertem Rahmen, um ihre Netzwerkarbeit zu analysieren und Handlungsfelder zu erkennen
  • leiten Folgerungen für die Ausgestaltung ihrer Netzwerkarbeit am Übergang Schule – Beruf ab und setzen diese um
  • stellen im Rahmen ihrer personellen Ressourcen die Einbindung der Führungs- und Fachkräfte in den lokalen Netzwerken sicher
  • sichern – soweit notwendig – die für professionelle Netzwerkarbeit erforderlichen Kompetenzen bei Führungs- oder Fachkräften über individuelle Maßnahmen ab.