HEGA 05/2006, lfd. Nr. 04 - IT-Verfahren Leistung
PP31 - 7011.1/7011.3/7011.4/7011.9/7014/7017.4
20.05.2006
31.12.2014
ja
Zusammenfassung
In den IT-Verfahren Alg/Alhi-Uhg (Zentral), coLei Alg/Alhi, FbW (Dezentral), ElBa, coLei WK (Zentral) sowie der Anwendung D@-Online wurden Änderungen vorgenommen. Außerdem werden Informationen zur Beendigung des IT-Verfahrens Alg/Alhi-Uhg (Zentral) zum 31.12.2006 gegeben.
- I. IT- Verfahren Alg/Alhi-Uhg (Zentral)
- II. IT- Verfahren coLei Alg/Alhi, FbW AA (Dezentral)
- III. IT- Verfahren ElBa
- IV. IT- Verfahren Weiterbildungskosten (coLei WK Zentral)
- V. IT- Anwendung D@-online
IT-Verfahren Leistung
In den IT-Verfahren Alg/Alhi-Uhg (Zentral), coLei Alg/Alhi, FbW (Dezentral), ElBa, coLei WK (Zentral) sowie der Anwendung D@-Online wurden Änderungen vorgenommen. Einzelheiten ergeben sich aus den nachfolgenden Punkten.
I. IT- Verfahren Alg/Alhi-Uhg (Zentral)
- Ab dem Monat Mai 2006 werden monatlich nach der Monatszahlung die im IT-Verfahren Alg/Alhi-Uhg (Zentral) über den 31.12.2006 hinaus laufenden Leistungsfälle ermittelt.
Für jede Agentur werden Listen mit den gefundenen Fällen erstellt. Diese Listen sollen die Agenturen bei der Umstellung der Fälle auf das Verfahren COLIBRI unterstützen.
Zusätzlich erhalten die Regionaldirektionen Listen mit der Anzahl der Fälle der Agenturen Ihres Bezirkes. - Der letzte Verarbeitungstag im IT-Verfahren Alg/Alhi-Uhg (Zentral) ist voraussichtlich der 22.12.2006. An diesem Tag erfolgt die Monatszahlung für Dezember und die maschinelle Beendigung der noch laufenden Leistungsfälle ab dem 01.01.2007 mit dem Beendigungsgrund „M“.
Ist eine Beendigung mit einem Beendigung-ab-Datum „01.01.2007“ gespeichert, wird diese Beendigung vorrangig berücksichtigt.
Belege mit nicht zugelassenen Werten für das Jahr 2007 werden vom Verfahren ab sofort mit Fehlermeldungen zurückgewiesen. - Leistungsfälle, in denen eine Arbeitsunfähigkeitszeit vorliegt, die (voraussichtlich) über den 31.12.2006 hinaus andauert, sollten möglichst ab Beginn der AU-Zeit umgestellt werden, da die Bewilligung in COLIBRI (Leistungsbeginn in laufender AU-Zeit) sonst nicht korrekt abgewickelt werden kann.
Entsprechendes gilt auch für Fälle, die im Laufe des Jahres umgestellt werden.
Auf den FAQ „Was ist zu tun, wenn ein Leistungsfall aus coLei in COLIBRI übernommen wird und der Umstellungstermin in eine AU-Zeit fällt?“ vom 25.04.2006 im Intranet-Angebot von COLIBRI wird verwiesen.
II. IT- Verfahren coLei Alg/Alhi, FbW AA (Dezentral)
- In coLei-ElBel werden voraussichtlich ab der Programmversion P62 (Flächeneinsatz August 2006) zusätzliche Plausibilitäten eingefügt.
Anweisungen mit Daten für das Jahr 2007 werden dann schon in coLei-ElBel nicht mehr zugelassen. - Belege in coLei-ElBel, die in die Zukunft angeordnet werden, dürfen kein Datum „angeordnet zum“ haben, das nach dem 21.12.2006 liegt. Die Belege gehen sonst ins Leere, da im zentralen Verfahren keine Verarbeitung mehr stattfindet.
- Bei Eingaben in coLei Alg/Alhi, FbW AA (Belegart 7081 und Direkteingabe) zu einem nicht (mehr) laufenden Fall ist unbedingt zu prüfen, ob der Leistungsfall schon in COLIBRI bewilligt wurde. Werden die Eingaben nicht (zusätzlich) in COLIBRI vorgenommen, können Überzahlungen eintreten.
- Es wird nochmals darauf hingewiesen, dass das Verfahren coLei Alg/Alhi, FbW AA (Dezentral) nicht zum 31.12.2006 abgeschaltet wird. Das Verfahren läuft für die Bereiche BAB/Reha und WK unverändert weiter. Vorhandene Daten aus dem Bereich Arbeitslosengeld sind weiterhin aufrufbar. Es erfolgt lediglich im zentralen Alg-Verfahren keine weitere Verarbeitung und somit auch keine Aktualisierung des dezentralen Verfahrens mehr für diesen Bereich.
III. IT- Verfahren ElBa
Ab voraussichtlich 14.06.2006 kommt eine neue ElBa-Version zum Flächeneinsatz.
- ElBa-Anwartschaftszeit
- Mit der neuen Version wird die geänderte Weisungslage zur Verlängerung der Rahmenfrist (§ 434j Abs. 3a SGB III) und zum Erlöschen des Anspruches wegen Zeitablauf (§ 147 Abs. 2 SGB III) umgesetzt.
- Eine „Manuelle WB-Zeile“ ist in ElBa-AW immer dann zu verwenden, wenn ein maschinell ermitteltes Ergebnis nicht dem tatsächlichen Fallverlauf entspricht (z. B. im Rahmen der Ausführung einer SG-Entscheidung).
Zur Vermeidung ungewollter Auswirkungen auf nachfolgende Zeilen wird im Anschluss an eine „manuelle WB-Zeile“ ab sofort immer nur noch eine Zeile mit Leistungsbezug zugelassen. Zur Eingabe einer weiteren Leistungsbezugs-Zeit ist gegebenenfalls eine weitere manuelle WB-Zeile einzugeben.
- ElBa-Bemessung
- Bei der Migration der Daten aus dem Übersichtsbogen von coLeiNT nach ElBa-AW werden Zeiten vor der Entstehung des letzten Neuanspruches nicht berücksichtigt.
Liegen in ElBa-AW migrierte Zeilen vor, ist im Rahmen der Bemessung zu prüfen, ob alle bemessungsrelevanten versicherungspflichtigen Zeiten übernommen wurden. Fehlen bemessungsrelevante Zeiten innerhalb des migrierten Zeitraumes, sind die migrierten Daten zu löschen und die Daten aus dem coLeiNT-Übersichtsbogen in ElBa-AW manuell einzugeben. Fehlerhafte Bemessungsergebnisse (falsche Ermittlung des Bemessungsrahmens, Nicht-Berücksichtigung von Beschäftigungsverhältnissen) werden dadurch vermeiden. - Bei einem festgestellten Bemessungsentgelt über der Beitragsbemessungsgrenze ist eine Ermittlung des Leistungssatzes nicht möglich, da derzeit das Bemessungsentgelt nicht auf die maßgebliche Beitragsbemessungsgrenze begrenzt wird. Eine Anpassung von ElBa-BM erfolgt voraussichtlich mit der nächsten Version.
- In der Registerkarte „Arbeitszeit“ ist die Ermittlung des gewogenen Durchschnitts der wöchentlichen Arbeitszeit mit der Berechnungshilfe (Taschenrechnersymbol) nicht möglich, wenn parallele Beschäftigungsverhältnisse hinzugefügt wurden und in den aus AW übernommenen Beschäftigungsverhältnissen Fehltage enthalten sind.
In diesen Fällen wird in der Maske „Arbeitszeit“ ein entsprechender Hinweistext angezeigt. Der gewogene Durchschnitt ist manuell zu ermitteln und in das Eingabefeld „Stunden“ einzutragen.
- Bei der Migration der Daten aus dem Übersichtsbogen von coLeiNT nach ElBa-AW werden Zeiten vor der Entstehung des letzten Neuanspruches nicht berücksichtigt.
IV. IT- Verfahren Weiterbildungskosten (coLei WK Zentral)
Neben dem bereits zugelassenen Verweis auf Überweisungsdaten einer gleichzeitig angewiesenen bzw. bereits gespeicherten Verfügungsnummer 1 (Eingabe Z1 in Feld 62) kann nun auch durch Eingabe von Z6 in Feld 62 auf die Überweisungsdaten einer gleichzeitig angewiesenen bzw. bereits gespeicherten Verfügungsnummer 6 verwiesen werden.
Bei den Verfügungsnummern 1 und zukünftig 6 darf kein Z-Verweis eingegeben werden.
Soweit bei bereits vorhandenen Z6-Empfängern auf Z1 verwiesen wurde, wird dieser Verweis weiterhin (temporär) durch das zentrale Verfahren aufgelöst. Belege mit Verfügungsnummern 2 bis 5, die auf Z6 verweisen wollen, werden – wenn Verfügungsnummer 6 bereits auf Z1 verweist – mit der neuen Fehlermeldung 02N zurückgewiesen.
In Verfahren coLei WK Zentral wird die Änderung voraussichtlich zum 01.06.2006 umgesetzt. Die Arbeitsanleitung wird zeitnah ergänzt.
In coLei NT werden die entsprechenden Eingabemöglichkeiten und Plausibilitätsprüfungen mit der Programmversion P62 (Piloteinsatz 23.06.2006, Flächeneinsatz 11.08.2006) realisiert.
V. IT- Anwendung D@-online
Die Anwendung D@-online besteht aus den Sammlungen BAIR, DA-Alg, DA FbW, DA Eghi und DA BAB. Der Zugriff erfolgt derzeit über BA-Anwendungen. Mit der Programmversion P62 (Flächeneinsatz voraussichtlich August 2006) werden die Sammlungen unter einer neuen, einheitlichen Oberfläche zusammengefasst.
Nach Aufruf der Anwendung erscheint eine neue Startseite, von der aus auf alle Sammlungen zugegriffen werden kann. Nach Aufruf einer Sammlung ist der Direktzugriff auf einen Paragraphen möglich.
Die Neuerungen sind in der Menü-Leiste unter „? / Hilfe für Einsteiger“ dargestellt.

Bundesagentur für Arbeit