HEGA 01/2006, lfd. Nr. 06 - IT-Vorhaben ES4VOR - Erweiterung der IT-Anwendung Elektronische Berechnungsassistenten (ElBa)

PP 31 - 7011.4/2668.2

20.01.2006
31.12.2012
nein

Zusammenfassung

Die IT- Anwendung (ElBa) wird um den Bemessungsassistenten (ElBa-BM) ergänzt. Mit der Anwendung können für Ansprüche ab 01.01.2005 Bemessungen zum Alg I durchgeführt und die Ergebnisse gespeichert werden. Die Pilotierung soll am 01.02.2006 beginnen. Bei erfolgreicher Pilotierung ist der Flächeneinsatz ab 01.03.2006 geplant.

IT-Vorhaben ES4VOR - Erweiterung der IT-Anwendung Elektronische Berechnungsassistenten (ElBa)

I. Allgemeines:

Seit Dezember 2004 steht die IT-Anwendung Elektronische Berechnungsassistenten (ElBa) mit dem Anwartschaftszeitassistenten (ElBa-AW) zur Verfügung.

Diese Anwendung wird um einen Bemessungsassistenten (ElBa-BM) ergänzt.

Die Pilotierung erfolgt ab voraussichtlich 01.02.2006 in den Agenturen Mannheim und Trier.

Mit der neuen Anwendung können Bemessungen für Leistungsansprüche nach dem ab 01.01.2005 gültigen Rechtsstand abgewickelt werden. Die Alg-PC-Berechnungshilfe „Bemessung“ wird insoweit durch die neue Anwendung abgelöst und ist für diese Fälle nicht mehr zu verwenden. Ältere Ansprüche sind wie bisher über die Alg-PC-Berechnungshilfe abzuwickeln.

Die Verfahrensänderungen werden in das Geschäftsprozessmodell aufgenommen.

II. Funktionen:

ElBa ist eine Anwendung, die über das BA-Intranet auf eine zentrale Datenbank im
BA-IT-Systemhaus zugreift. Zuordnungskriterium ist die Kundennummer.

ElBa-BM kann aus den Verfahren COLIBRI, coLei NT und später auch zPDV aufgerufen werden.

Der Aufruf ist aus den genannten Verfahren über den Menüpunkt „Verzweigung“/“ElBa-Bemessung“ oder über eine entsprechende Tastenkombination möglich.

Außerdem kann ElBa-BM aus dem COLIBRI-Anwendungsfenster „Leistungsfall bearbeiten“ gestartet werden.

Über die Schaltfläche „Bemessung“ in ElBa-AW kann zu ElBa-BM gewechselt werden, eine erneute Autorisierungs- und Authentifizierungsprüfung ist dann nicht erforderlich.

Ein automatisierter Wechsel von ElBa-AW zu ElBa-BM erfolgt, wenn in ElBa-AW ein neu festgestellter Neuanspruch mit einem Datum ab 01.01.2005 gespeichert wird.

Mit der Anwendung können Daten zu Bemessungseinträgeneingegeben, Ergebnisse berechnet und ausgegeben so wie vorhandene Einträge geändert und gelöscht werden. Außerdem besteht beim Aufruf aus dem COLIBRI-Anwendungsfenster „Leistungsfall bearbeiten“ die Möglichkeit, das Ergebnis nach COLIBRI zu übernehmen.

Eine wesentliche Neuerung ist die Möglichkeit, Ergebnisse und Zwischenergebnisse zur Bemessung in einer zentralen Datenbank zu Speichern. Die Auskunftsfähigkeit wird durch die zentrale Bereitstellung von Informationen zur Bemessung von Arbeitslosengeld-Ansprüchen wesentlich verbessert.

In einem späteren Schritt ist geplant, den Import von Daten aus dem Verfahren Job-Card zu ermöglichen.

III. ElBa-Beratung

ElBa-Beratung ersetzt die bisherige Funktion „ElBa personenübergreifend“.

Mit ElBa-Beratung bietet sich die Möglichkeit zur Erteilung von Auskünften zur Anwartschaftszeit/ Anspruchsdauer und zur Bemessung ohne Zugriff auf die ElBa-Daten eines Echtfalles.
Der Aufruf erfolgt in coLeiNT und zukünftig zPDV in der Menüzeile mit der Auswahl "Verzweigung/ElBa Beratung" oder über eine entsprechende Tastenkombination.
Zur Nutzung muss kein Leistungsfall gespeichert sein.

Bei Aufruf von ElBa-Beratung wird die Startseite angezeigt mit der Möglichkeit, die Daten zur Anwartschaftszeit einzugeben. Für die Nutzung des Bemessungsassistenten ist die Eingabe von Daten im Anwartschaftszeitassistenten jedoch nicht zwingend erforderlich, es kann auch direkt über die Schaltfläche „Bemessung“ mit der Eingabe der Bemessungsdaten begonnen werden.

Eine Speicherung ist in ElBa-Beratung nicht möglich.

 

IV. Benutzerberechtigung:

In der personenbezogenen Anwendung von ElBa gibt es die Möglichkeit des schreibenden und lesenden Zugriffs. Ein entsprechender Eintrag in Modex ist erforderlich.
Ein schreibender Zugriff ist zu ermöglichen für die coLei NT-Benutzerkennungen 7010, 7030, 7040 und 7090 bzw. für Mitarbeiter mit schreibendem Zugriff im IT-Verfahren COLIBRI.
Lesender Zugriff wird zugelassen bei den coLei NT-Benutzerkennungen 7000, 7020, 7060, 7070 und 7080 bzw. für Mitarbeiter mit lesendem Zugriff im IT-Verfahren COLIBRI.

Für die Nutzung der personenübergreifenden Anwendung ElBa-Beratung sind keine Einschränkungen vorgesehen (Aufruf ist möglich, wenn der Anwender zumindest eine Berechtigung für zPDV besitzt).

V. Qualifizierung:

Die Anwenderqualifizierung ist ab 01.03.2006 möglich. Die konkreten Planungen und die Durchführung von Anwendermaßnahmen erfolgen in den Dienststellen. Die VerBIS- und COLIBRI-Qualifizierung hat Vorrang.

Zur Qualifizierung der Anwender in der Sachbearbeitung wird ein 3-stündiges Unterrichtsmodul angeboten. Für Anwender mit lesendem Zugriff wird ein intranetbasiertes Selbstlernmodul von ca. 15 Minuten Umfang zur Verfügung gestellt.

Die Qualifizierung der Anwender inkl. Betreuung während der Selbstlernphase wird durch Trainer (i. S. HE/GA 12/2005, Nr.14) durchgeführt. Die Trainer werden durch das Bildungsinstitut in einem 6-stündigen Seminar mit der Anwendung vertraut gemacht.

Den Dienststellen wird empfohlen, Mitarbeiter als Trainer einzusetzen, die bereits bei der Einführung des ElBa- Anwartschaftszeitassistenten Qualifizierungsmaßnahmen durchgeführt haben. Dies ist wegen der inhaltlichen Zusammenhänge zwischen diesen beiden Anwendungen von Vorteil.

Das Bildungsinstitut führt die Trainerqualifizierung durch und informiert gesondert darüber, ab wann die Qualifizierungsangebote zur Verfügung stehen und wie die Trainerqualifizierung organisiert wird.

Der Hauptpersonalrat wurde beteiligt.